Infos über Messdiener

 
Was man über die Messdiener/innen wissen sollte!
 
 
1. Was ist ein/e Messdiener/in ( Ministrant/tin)?
Ministrant leitet sich von dem lateinischen Wort "ministrare", was "dienen" bedeutet, ab.

Die hl. Messe (Eucharistiefeier) ist für das Leben des Christen ein zentraler Ort. Das II. Vatikanische Konzil schreibt, dass die Eucharistiefeier „Quelle und Höhepunkt des Gottesvolkes“ ist. Dies bedeutet, dass die Messe zu feiern nicht allein Sache des Priesters ist, wie es über 1000 Jahre in der Kirche der Fall war. Die Gottesdienstgemeinde soll nicht nur passiv, sondern auch aktiv an der Feier teilnehmen. Dies drückt sich durch verschiedene Dienste aus (Lektor, Kommunionhelfer, Kantor, ...). Diese tragen dazu bei, dass aus der Feier ein Fest wird. Einer dieser Dienste ist auch der Ministrantendienst. Die Kinder und Jugendlichen dienen stellvertretend für die ganze Gemeinde am Altar.

Der Höchste von Euch soll Diener aller sein.“ (1 Kor 15, 2)

 
 
2. Was macht ein/e Messdiener/in?
Ministranten übernehmen als Vertreter der Gemeinde verschiedene Dienste im Gottesdienst. Während des Gottesdienstes bereiten sie mit dem Priester die Eucharistiefeier am Altar vor und räumen nach der Kommunion den Altar ab. Sie läuten während der Stiftungsanamnese ("Einsetzungsbericht") die "Wandlungsglocke" (auch "Schellen" genannt). Sie reichen dem Priester wichtige liturgische Geräte, wie Weihrauchfass, Aspergil (Weihwassergefäß) oder Messbücher, bringen die Gaben zum Altar und sammeln die Kollekte ein. Zu Prozessionen und großen Messen werden auch das Prozessionskreuz und als Ceroferar die Kerzen von Ministranten getragen; als Thuriferar tragen sie das Weihrauchfass und als Navikular das Schiffchen zu Ehren des Kreuzes vor dem Prozessionskreuz her und nutzen es zur Segnung des Altars, der Hostien, der Monstranz, des Evangeliums sowie des Priesters und der Gemeinde und als Zeichen für den zu Gott aufsteigenden Lobpreis und das Gebet.

Dazu kommen noch viele weitere Aufgaben bei besonderen Liturgien etwa in der Karwoche, zu Ostern und an Weihnachten.

 
 
3. Wie kann man Messdiener/in werden?
Es ist in unserer Gegend üblich, dass man ab dem Empfang der Erstkommunion Messdiener werden kann. Die Zewener Messdiener/innen sind eine offene, weder auf das Alter noch auf das Geschlecht der Kinder und Jugendlichen beschränkte Gruppe, bei der jeder herzlich willkommen ist. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, einerseits würdig den Dienst am Altar zu verrichten, andererseits aber auch ehrenamtlich Kindern und Jugendlichen, im Sinne der christlichen Werte, eine sinnvolle und begeisternde Freizeitgestaltung in einer einzigartigen, freundschaftlichen und toleranten Gemeinschaft zu bieten.

"Lasst die Kinder zu mir kommen, hindert sie nicht daran!" (Mk 10, 13)

 
 
4. Was tragen Messdiener/innen in unserer Pfarrei?
In der Regel tragen Ministranten ein Untergewand, den Talar, in der liturgischen Farbe des Tages. Als Zeichen der Stellvertretung der Ministranten für die ganze Gemeinde tragen sie über dem Talar das weiße Obergewand, Rochett genannt, das an das Taufkleid erinnern soll. Der Erinnerung an das Kreuz Christi dienen Holzkreuze, die mit einem Riemen oder einer Schnur um den Hals getragen werden.

Manchmal tragen die älteren Ministrant/innen eine Albe, ein langes, weißes Gewand, welches an eine Mönchskutte erinnert.

 
 
5. Wer ist für die Messdiener/innen verantwortlich?
Oberstes Beschlussorgan, was die Messdiener/innen von Zewen als Gruppe betrifft, ist die Messdiener-Leiterrunde, in der aktuelle und ehemalige ältere Messdiener/innen sitzen. Erster Ansprechpartner ist hier die Gemeindereferentin.

Die Hauptverantwortung für das Messdienen in Zewen liegt in den Händen unserer Oberzeremoniarin. In ihren Aufgabenbereich fallen neben der Sakristeiorganisation vor allem das Üben vor besonderen Liturgien (Karwoche, Ostern) sowie das Gespräch mit dem Pastor vor wichtigen Messen. Sie ist also der erste Ansprechpartner, was Fragen und Probleme innerhalb der Sakristei anbelangt.

Die Verantwortung für die Organisation des Messablaufes, also das Einteilen vor den Messen und die Absprache von Diensten mit dem Pastor, teilen sich die zahlreichen Leiter/innen der Leiterrunde. Jede Wochenendmesse ist ein anderer Leiter als Sakristeiverantwortlicher eingeteilt, der für diese Messe verantwortlich ist. Die jeweiligen Sakristeiverantwortlichen sind im Messdienerplan markiert.